Fortgesetzt Philosophie des Traums (2008) von Christoph Türcke, Abschnitt 1 TRAUM ist abgeschlossen. Nunmehr Abschnitt 2 TRIEB, entsprechend umkreisen wir dessen Begriff …und damit gleichsam die Onto- und Phylogenese der wert-abspaltungs-förmigen Subjektkonstitution der kapitalistischen Moderne.
Nachtrag 01: da wir die Leküre doch hin und wieder als etwas anstrengend wahrnehmen (hier insbesondere aufgrund der Attitüde des Autoren) springen wir im Vorgriff zum Nachwort „High-Tech-Traumzeit“ und entscheiden im Anschluss, ob wir es dabei bewenden lassen – oder erneut in den Text gehen.
Nachtrag 02: Wir haben das Nachwort beendet – und schließen damit die Lektüre ab. Die Textvorlage war Ausgangspunkt fruchtbarer Gespräche und Gedanken. Nachsitzen muss wohl aber nicht nur die Gesellschaft, sondern auch der professorale Gestus als solcher.
Die Spekulation in den Urgründen der Historie, hier der diffus gefasste, traumatische Wiederholungszwang und die reaktionäre Projektionsbildung des Menschenopfers als monokausale Erklärung jeglicher Kulturentwicklung, scheint bemüht. Der konservative weil kulturpessismistische Einschlag ist immer noch das Gegenteil kritischen Denkens. Dennoch:
„Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein.“Aus: Walter Benjamin „Über den Begriff der Geschichte“ (1940)