Am Donnerstag, den 22. März setzen wir unsere Auseinandersetzung mit dem Buch von Roswitha ScholzDas Geschlecht des Kapitalismusfort. Wir machen weiter mit dem zweiten Teil: Feministische Theorieansätze, hier II. Geschlecht im warenproduzierenden Patriarchat, 2. Das Geschlechterverhältnis als sozialer Strukturzusammenhang bei Regina Becker-Schmidt / Gudrun-Axeli Knapp und bei Ursula Beer (S. 67 – 78). Wir verweisen nach wie vor ergänzend auf folgende Texte:
exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft Nr. 15 ist im April 2018 erschienen. Inhalt und Editorial
Ankündigung des Verlages (zu Klampen):exit! ist eine Zeitschrift für kritische Gesellschaftstheorie. Gesellschaftliche Entwicklungen analysiert sie auf der Grundlage der Kritik der Wert-Abspaltung als einer Weiterentwicklung der Kritischen Theorie, der feministischen Gesellschaftskritik und der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie. Wesentliche Bezugspunkte sind dabei die Krisentheorie, eine Analyse im Sinne der konkreten Totalität, also der Inbezugnahme des gesellschaftlichen Ganzen für das Verständnis einzelner Phänomene, sowie die Einbeziehung der psychoanalytischen und der sozialpsychologischen Ebene.
Robert Kurz: Nullidentität | Roswitha Scholz: Das Ende der Postmoderne und der Aufstieg neuer (Pseudo-)Realismen | Claus Peter Ortlieb: Mathematikwahn | Thomas Meyer: Big Data und die smarte neue Welt als höchstes Stadium des Positivismus | Andreas Urban: Alter(n) und Wert-Abspaltung
Herausgegeben vom Verein für kritische Gesellschaftswissenschaften e.V., Koblenz.
In Hamburg direkt erhätlich in den Buchhandlungen:
Am Donnerstag, den 22. Februar setzen wir unsere Auseinandersetzung mit dem Buch von Roswitha ScholzDas Geschlecht des Kapitalismusfort. Wir machen weiter mit dem zweiten Teil: Feministische Theorieansätze, hier II. Geschlecht im warenproduzierenden Patriarchat, 1. Beruf und Hausarbeit bei Elisabeth Beck-Gernsheim/ Ilona Ostnerkonkret die Abschnitte „Die Herstellung von (Zwei-)Geschlechtlichkeit, das androzentrische gesellschaftliche Unbewußte und die relative Berechtigung des Ansatzes von Beck-Gernsheim/ Ostner“ (S.52 – 63) sowie „Gebrauchswert – Tauschwert, Männlichkeit und Weiblichkeit“ (S. 64 – 67). Wir verweisen nach wie vor ergänzend auf folgende Texte:
Einladung zum exit!-Seminar 2018, 05.–07.10.2018 in Mainz
Klasse und soziale Frage
Seit etwa Mitte der 2000er Jahre kam es zu einer Marxrenaissance, die seit dem Finanzcrash 2007/8 noch an Fahrt gewann. In den letzten Jahren erschienen viele Publikationen, die das Ende des Kapitalismus zum Inhalt hatten und sich dabei nicht selten auf Marx bezogen. Im Zuge dieses neuen Marx-Hypes gelangte nun auch der alte Klassenkampf-Marx zu neuen Ehren allen Verwerfungen im Sozialgefüge der letzten Jahrzehnte zum Trotz. Insbesondere nach dem Rechtsruck in der ersten Hälfte der 2010er Jahre (Pegida, AfD, Trump-Wahl u.ä.) wird wieder vermehrt von „Klassengesellschaft“ geredet und in diesem Kontext die „soziale Frage“ gestellt. Zwar war die Klassenfrage auch zu Hochzeiten der Postmoderne niemals völlig weg, heute erlebt sie aber geradezu einen Höhenflug, wobei eine (übertriebene) Thematisierung von Rassismus und Sexismus daran schuld sein soll, dass diese Frage lange vernachlässigt wurde. Oliver Nachtwey schreibt: „Auf eine sehr widersprüchliche Art und Weise ist zumindest die Widerlegung von Marx widerlegt. In einem weiten Sinne hat sich die Klassengesellschaft im marxschen Sinne nämlich erst heute herausgebildet… Der Ausschluss vom Eigentum an Produktionsmitteln impliziert eine fundamentale Machtasymmetrie und unterscheidet die Arbeitnehmer von den Kapitalisten… So gesehen ist Marx’ Klassenbegriff heute durchaus relevant, denn nie zuvor waren mehr Menschen lohnabhängig erwerbstätig, vor allem weil sie keine Produktionsmittel besitzen… Von einer dichotomen Klassengesellschaft wie Marx und Engels sie… prophezeit haben kann dennoch keine Rede sein“. Die Wert-Abspaltungs-Kritik behauptet stattdessen das Obsoletwerden der abstrakten Arbeit und von Klassenverhältnissen in der fundamentalen Krise, wobei soziale Ungleichheiten, Ausgrenzungen, Exklusionen im „Kollaps der Modernisierung“ erst recht zunehmen, die mit Klassenkategorien aber nicht mehr zu fassen sind. Im diesjährigen exit!-Seminar soll deshalb das Thema „Klasse und soziale Frage“ fokussiert werden.
Ab Dezember 2017 sendet der Exit!-Lesekreis in HH regelmäßig einen Beitrag unter dem Titel rotten system! rotten world? auf Radio FSK [Freies Sender Kombinat, Hamburg], und zwar immer
jeden zweiten Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr vormittags.
Die Beiträge werden auch jeweils im transmitter, der Programmzeitschrift von Radio FSK angekündigt.
Jun 2018 Sendung [Skript] zum VortragÜberlegungen zum Androzentrismus der naturbeherrschenden Vernunft von Johannes Bareuther und anschließender Diskussion am Mittwoch, den 13. Juni 2018, siehe auch unter audioarchiv.
4teilige Reihe zur Einführung in die Wert-Abspaltungskritik [WAK]
Teil 4 Einführung in die WAK/ Mai 2018 Sendung [Skript] zum VortragWert- und Wertabspaltungskritik von Claus Peter Ortlieb und anschließender Diskussion [siehe Vortrag] am Mittwoch, den 09. Mai 2018, siehe auch unter audioarchiv.
Teil 3 Einführung in die WAK/ Apr 2018 Sendung [Skript] zum VortragEinführung in die Wert-Abspaltungskritik von Daniel Späth und anschließender Diskussion am Mittwoch, den 11. April 2018, siehe auch unter audioarchiv.
Teil 2 Einführung in die WAK/ Mär 2018 Sendung [Skript] zum VortragDas Geschlecht des Kapitalismus von Roswitha Scholz am Mittwoch, den 14. März 2018, siehe auch unter audioarchiv.
Teil 1 Einführung in die WAK/ Feb 2018 Sendung [Skript] zum VortragZum historischen Bedingungszusammenhang der Wert- und Abspaltungskritik von Robert Kurz am Mittwoch, den 14. Februar 2018, siehe auch unter audioarchiv.
Jan 2018 Sendung [Skript] zum Vortrag „Es rettet euch kein höheres Wesen…“ – aber irgendwie doch Religion? – Zur philosophischen Flucht in paulinischen Messianismus von Herbert Böttcher am Mittwoch, den 10. Januar 2018.
Dez 2017 Sendung [Skript] zum Vortrag Fetischkritik oder Entfremdungstheorie? Erkenntniskritische Reflexionen zum „doppelten Marx“ und zur ideologischen Konjunktur der späten Postmoderne von Daniel Späth am Mittwoch, den 13. Dezember 2017.
Am Donnerstag, den 25. Januar setzen wir unsere Auseinandersetzung mit dem Buch von Roswitha ScholzDas Geschlecht des Kapitalismusfort. Wir machen weiter mit dem zweiten Teil: Feministische Theorieansätze, hier II. Geschlecht im warenproduzierenden Patriarchat, 1. Beruf und Hausarbeit bei Elisabeth Beck-Gernsheim/ Ilona Ostner. Wir verweisen nach wie vor ergänzend auf folgende Texte:
Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar
jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.
ACHTUNG: die Sitzung am vierten Donnerstag im Monat zu einem theoretischen Text fällt im Dezember aus. Die nächste dann wieder am Donnerstag, den 25. Januar.